Mausarm eine weit verbreitete Krankheit







Der Mausarm

Missempfindungen in der Hand oder im Arm, Kraftverlust oder Schmerzen im Handgelenk können auf einen Mausarm hinweisen. Was früher die "Sekretärinnen Krankheit" war, ist heute der Mausarm bzw. die Maushand.

Der Mausarm tritt heutzutage vermehrt als unangenehme Nebenerscheinung der modernen Arbeitsweise auf. Seit PCs ständige Begleiter unserer Arbeitswelt sind, haben sich auch Krankheiten als Folge ihrer Nutzung verbreitet. Der Mausarm, auch bekannt als RSI-Syndrom, ist eine solche.

Diese Krankheit entsteht durch die tägliche Arbeit mit der Computer Maus. Nach längerer Zeit am PC und Betätigung der Maus nimmt fast jeder eine verkrampfte, ungesunde Körperhaltung ein.

Ist das zu oft der Fall, kommt es zu Entzündungen der Muskulatur im Unterarm, oft mit heftigen und ausstrahlenden Schmerzen. Neben Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom oder anderen Schmerzkrankheiten nimmt die "Mausarm-Erkrankung" insbesondere bei Büroarbeitern einen hohen Stellenwert im Krankheitsgeschehen ein.

Mausarm - Schmerzen an Arm und Hand

Schmerzhafte Störungen der Hand, Schmerzen im Handgelenk und des Unterarmes haben unterschiedliche Ursachen. Oft verbirgt sich dahinter ein komplexes Krankheitsbild, das in diese Teile der Extremität ausstrahlt und zu Belastungen führt, die für die Betroffenen äußerst unangenehm und mit starken Beeinträchtigungen verbunden sein können.

Dabei fängt oft alles ganz harmlos an. Der Schmerzzustand schleicht sich in der Mehrzahl aller Fälle langsam ein und wird zunächst häufig ignoriert oder auch nicht richtig wahrgenommen. Der Mausarm, bekannt auch als RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury Syndrom), kann chronisch verlaufen, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird.

Das RSI-Syndrom tritt meist, wie erwähnt, bei verkrampfter Körperhaltung vor dem Computer, aber auch bei stundenlangen Konsolenspielen auf. Betroffen sind sehr häufig Menschen, die sehr schnell und unter Hochdruck arbeiten und sich nur wenige Pausen gönnen. Auch und vor allem Sekretäre und Sekretärinnen, die das 10-Finger-Schreibsystem beherrschen, leiden unter dem RSI-Syndrom.

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Was sind die Ursachen eines Mausarms?

Ein Überlasten der Muskeln in sportlicher und beruflicher Hinsicht stellt die Hauptursache für die Entstehung eines Mausarms dar. Es sind besonders jene Muskeln betroffen, die für das Beugen und Strecken der Handgelenke verantwortlich sind.

Hier führt die ständige Be- und Überlastung der Muskeln, Nerven, Sehnen und Gelenken zu einer starken Anspannung, welche außerdem durch eine Fehlhaltung der Hände bedingt sein kann.

Das sorgt für eine chronisch schmerzhafte Gewebereizung oder auch Gewebeläsion. Betroffen sind hier hauptsächlich Menschen, die viel am Computer arbeiten.

Kurz gesagt - die Mausarm Ursachen liegen in der Fehl- und Überbelastung der Muskulatur.

Die Folgen der Fehlbelastung

Im weiteren Verlauf der Fehl- beziehungsweise Überbelastung entstehen feinste Einrisse im Gewebe des Sehnenansatzes. Hier verbinden die Sehnen die Knochen mit der Muskulatur. Dieser Vorgang verursacht zum Teil heftige Schmerzen, die hauptsächlich an den Ellenbögen und Unterarmen auftreten.

Zuerst sind nur kleine Bereiche betroffen, die dann beschädigt werden. Der Körper geht dann dazu über, die Verletzungen zu beheben. Hier ergeben sich dann Gewebeveränderungen und -einlagerungen, die dann wiederum mit Schmerzen verbunden sind.

In der Medizin wird dieser Vorgang als Tendinopathie bezeichnet, also eine Erkrankung der Sehnen. Werden dann im weiteren Verlauf diese Beschwerden nicht beachtet, verbreiten sich die Verletzungen bei dauerhafter Belastung. Es entsteht eine chronische Entzündung, die dann permanente starke Schmerzen verursacht.

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Weitere Ursachen eines Mausarms

  • Verarbeitung der Schmerzimpulse mit Veränderung der Weiterleitung und Empfindung auf der Rückenmarks- und Gehirnebene. So kann eine betroffene Person die Schmerzen weiterhin spüren, auch wenn eine Gewebereizung oder Gewebeverletzung am Unterarm gar nicht mehr existiert.
  • Auslösung von Schmerzen durch einen bedingten Reflex. Wiederholte Bewegungen wie das Klicken mit der Maus bei gleichzeitiger Betrachtung des Bildschirmes können im Gehirn bei zunächst nur geringem Schmerz, der vielleicht vom Betroffenen nicht wahrgenommen wird, zu einer Speicherung des Vorgangs MAUSKLICK und SCHMERZ führen, sodass bei permanenter Wiederholung dieses Vorgangs allein schon Schmerzen entstehen können, obwohl eine Schädigung nicht mehr vorliegt.
  • Stress am Arbeitsplatz (Zeitdruck bei hohem Arbeitspensum).
  • Schlechte Arbeitsplatz-Ergonomie.
  • Subjektive Ursachen auf der psychischen Ebene - z.B. mangelnde Anerkennung, Geringschätzung der geleisteten Arbeit, auch Mobbing u.a.

Was sind die Symptome eines Mausarms?

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Mausarm Symptome treten besonders häufig bei Menschen auf, die viel mit dem Computer, besonders aber mit der Computermaus, arbeiten.

Anfängliche, leichtere Mausarm Symptome

Verantwortlich für die Beschwerden ist diese typische Haltung: Der Arm liegt auf dem Schreibtisch, die Hand liegt auf der Maus und Zeige- und Mittelfinger sind ständig in leicht angehobener Stellung.

Wird diese Haltung über Stunden hinweg nicht geändert, können bereits nach Tagen die ersten Symptome auftreten:

  • Kribbeln in Hand, Unterarm und Oberarm
  • Kraftverlust in der Hand und im Arm
  • andere Missempfindungen in der betroffenen Extremität

Sofort handeln bei Mausarm Beschwerden

Treten die oben angeführten Beschwerden auf, sollte sofort gehandelt werden. Hilfreich ist, mit der Körperhaltung zu experimentieren. Außerdem sollte dem betroffenen Arm immer wieder Ruhe gegönnt werden.

Auf keinen Fall sollte die Hand permanent auf der Maus liegen, obwohl sie zwischendurch nicht gebraucht wird. Denn die Haltung der Klick-Finger ist das Hauptproblem, das aber nicht auffällt, bevor die ersten Beschwerden auftreten.

Das nächste Stadium der Erkrankung

Wer die leichteren Beschwerden ignoriert und einfach weiterarbeitet, wird schnell von schlimmeren Symptomen geplagt:

  • Taubheitsgefühl im Unterarm, Hand und Fingern
  • Koordinationsstörungen in Arm und Hand
  • Gelenke des betroffenen Armes werden steif, vor allem Schulter-, Ellenbogen-, Finger- und Handgelenk
  • Gelenke, Handrücken und Unterarm schmerzen
  • Muskelkrämpfe

Zunächst zeigen sich die Symptome nur bei weiterer Belastung, später kommen auch Schmerzen im Ruhezustand dazu. Vor allem morgens leiden die Betroffenen unter kalten und schmerzenden Händen, die unangenehme und typische Mausarm Symptome sind.

Welche Schädigungen sind für den Mausarm verantwortlich?

Der Mausarm ist eigentlich keine Schädigung im eigentlichen Sinne, sondern der Oberbegriff für Schädigungen der Muskel-, Sehnen- und Nervenfasern oder des Bindegewebes des betroffenen Armes. Verletzungen, die zum RSI-Syndrom führen können oder Teilsymptome darstellen, sind zum Beispiel:

  • Karpaltunnelsyndrom
  • Sehnenentzündung
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Schwellungen der Finger und der Hand oder das Gefühl von Schwellungen

Was tun, wenn die Symptome schlimmer werden?

Je schneller reagiert wird, umso höher sind die Heilungschancen bei einem Mausarm.

Auf keinen Fall sollten Symptome für einen längeren Zeitraum unterdrückt werden, zum Beispiel mit Schmerzmitteln. Auch wenn diese kurzfristig Linderung verschaffen und gerade für unter Hochdruck arbeitende Menschen eine große Versuchung darstellen, machen Schmerzmittel es leider nur noch schlimmer.

Denn Hintergrund der Symptome ist, die ungesunde Körperhaltung aufzugeben und den betroffenen Regionen Ruhe zu gönnen. Das heißt keinesfalls, die Arbeit niederzulegen.

Ein bewusster Umgang mit der eigenen inneren Anspannung beim Arbeiten kann Wunder bewirken. Außerdem sollten sich Menschen, die stundenlang am Computer arbeiten müssen, immer wieder ihrer eigenen Bewegungsabläufe bewusst werden und diese gezielt unterbrechen.

Im Fall des Mausarmes heißt dies unter anderem: Wenn nicht geklickt wird, Hand von der Maus und locker runterbaumeln lassen. Sehnen und Muskeln sind durch das andauernde Sitzen an der Körpervorderseite oft verkürzt. Daher sollte es so oft wie möglich heißen: Aufstehen, Arme nach oben nehmen und strecken.

Viele solcher Übungen, die nur wenige Sekunden in Anspruch nehmen, sollten über den Tag verteilt durchgeführt werden. Denn der Körper ist eigentlich nicht dafür ausgelegt, über Stunden hinweg in derselben Haltung die immer gleichen Bewegungen einige Tausend (!!) Mal hintereinander auszuführen.

Anfangs sind diese Minipausen noch gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit werden sie aber, genau wie das 10-Finger-Schreibsystem, zum Automatismus.

Vorsicht bei Nutzung der anderen Hand

Sind die Symptome bereits besonders schlimm, setzen viele Betroffene ihre andere Hand ein, um die Schmerzen im Handgelenk zu vermeiden. Dies sollte aber nur die absolute Ausnahme bleiben und nur dann gemacht werden, wenn keine andere Möglichkeit besteht. Denn gerade bei der Arbeit mit der ungeübten Hand verkrampfen sich die Muskeln. Sehr schnell kann man sich dann den zweiten Mausarm holen.

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Mausarm Symptome im fortgeschrittenen Stadium

Wer den leichteren bis mittelschweren Symptomen im Anfangsstadium keine Beachtung schenkt, riskiert eine chronische, das heißt dauerhafte Schädigung. Die beschriebenen Symptome wie Taubheitsgefühl, Kribbeln und Schmerzen halten dann den ganzen Tag über an und verschlimmern sich bei fortgesetzter Arbeit. Im Ruhezustand, also nachts, gehen die Symptome zurück, ohne aber ganz abzuklingen.

Ist das chronische Stadium bereits erreicht, klingen die Symptome erst nach mehrwöchigen Ruhephasen vollständig ab - um aber bereits nach mehreren Minuten wieder aufzutreten, wenn die entsprechenden Belastungen wieder eintreten. Auch kleinere Bewegungen im Alltag sind dann nicht mehr schmerzfrei möglich.

Wer also weiter in seinem Beruf tätig sein möchte, sollte auf Mausarm Symptome lieber sofort reagieren als seinem Körper dauerhaft Schaden zuzufügen.

Das Recht auf einen gesunden Arbeitsplatz

In Deutschland ist der Arbeitgeber verpflichtet einen ergonomischen Arbeitsplatz*, sprich: Schreibtisch und Bürostuhl, ergonomische Maus und Tastatur, zur Verfügung zu stellen. In einigen Ländern, wie zum Beispiel den USA, ist das RSI-Syndrom längst eine anerkannte Berufserkrankung.


Mausarm Therapie - so bekommen Sie die Schmerzen in den Griff

Ergonomischer Arbeitsplatz - www.mausarm.eu - © apops - Fotolia.com
Der Mausarm lässt sich gut behandeln, sofern dies früh genug geschieht.
Doch viele Betroffene übergehen die ersten Anzeichen, solange der Schmerz noch auszuhalten ist. Wird eine Mausarm Therapie nicht rechtzeitig begonnen, verstärken sich die Schmerzen und langwierige Behandlungen werden notwendig.

Gute Heilung bei ganzheitlicher Therapie

Zur Schmerzlinderung sind nicht unbedingt starke Medikamente notwendig, die (wie erwähnt) eher für einen kurzfristigen Einsatz zu gebrauchen sind, nicht jedoch für eine längere Behandlung. Ein RSI-Syndrom kann auch mit natürlichen Mitteln behandelt werden.

Kältepackungen helfen als Akuttherapie und bringen schnell Linderung. Muskelentspannung kann den Schmerz ebenfalls verringern. Dazu sind im weiteren Verlauf der Therapie Wärmepackungen* ebenso nützlich wie Entspannungstechniken, beispielsweise Yoga oder progressive Muskelentspannung.

Epicondylitis-Spange oder -Bandage als Hilfe beim Mausarm

Häufig hilft auch das Tragen einer Epicondylitis-Bandage oder –Spange bei der Mausarm Behandlung (hier erhältlich*). Die wird normalerweise vom Arzt verschrieben.

Bandagen und Spangen unterscheiden sich durch ihr Material bzw. ihre Bauform. So sind Spangen härter und drücken auf eine bestimmte Stelle am Arm. Der Druck kann bei Spangen selbst reguliert werden.

Epicondylitis-Bandagen werden über den Arm gezogen, ähnlich wie das auch bei anderen Bandagen der Fall ist. Unter den Bezeichnungen Handgelenkbandagen, Unterarmbandagen, sowie Ellenbogenbandagen können auch sie z. B. bei Amazon* erworben werden. Auch Epicondylitis-Spangen und ein Computerarmband* können bequem im Internet bezogen werden.

Ursachen statt Symptome bekämpfen

Wie bei allen Krankheiten ist es auch beim Mausarm notwendig, die Ursachen zu verändern statt lediglich die Symptome zu heilen. Denn nimmt man wieder seine übliche Tätigkeit auf, kehrt der Schmerz schnell wieder zurück. Am sinnvollsten ist eine ganzheitliche Therapie.

Rechtzeitige Schmerzbehandlung ist bei der Behandlung eines RSI-Sydroms, ebenso wichtig wie das Schonen des Armes. Sind die Schmerzen erfolgreich behoben, so ist es sinnvoll, spezielle Übungen zur Dehnung durchzuführen. Diese Übungen können ganz einfach an jedem Ort durchgeführt werden. Wichtig ist die fachgemäße Durchführung, daher ist es ratsam, zunächst einen Physiotherapeuten aufzusuchen. Dieser kann entsprechende Anweisungen und wertvolle Tipps liefern.

Wissenschaftler der TU Darmstadt entwickelten 2011 ein Übungsprogramm speziell für Bildschirmarbeitskräfte, das die wesentlichen Module Ergonomie, Arbeitsorganisation, Stressmanagement und Physiotherapie miteinander vereint (www.rsi-online.de). Schon vorhandene Schmerzen kann das Programm lindern, sein Hauptzweck ist aber die langfristige Erhaltung der Arbeitskraft durch Vorbeugung.

Ergonomie am Arbeitsplatz verändern

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Neben Kälte, Wärme und Massagen ist eine Optimierung des Arbeitsplatzes notwendig.

Ergonomische Tastaturen und PC-Mäuse, die eine gesündere Handhaltung notwendig machen, sind sinnvoll.

Alternative Eingabegeräte statt PC-Maus und normales Mauspad bringen eine Besserung der Situation.

Auch die Stuhlhöhe, der Abstand von Bildschirm zu den Augen und alle ergonomische relevanten Gegebenheiten am Arbeitsplatz müssen angepasst werden.

Langfristig ist es notwendig, einseitige Bewegungen in abwechslungsreiche Bewegungsabläufe zu verwandeln oder sie zumindest aufzulockern.

Häufiges Aufstehen und die korrekte Einstellung des Bildschirms gehören auch dazu.

Techniken zur Muskelentspannung wie autogenes Training oder Yoga können die Beschwerden des RSI-Syndroms lindern. Akupunktur kann ebenso helfen wie Akupressur. Hierfür sollte man immer einen erfahrenen Therapeuten aufsuchen. Auch Stressmanagement kann als Mausarm Therapie sinnvoll sein.

Alternative Eingabegeräte und Kurzbefehle

Wer dem Mausarm vorbeugen möchte, sollte die große Zahl der Klicks soweit es geht reduzieren. Die technische Entwicklung geht immer stärker auf diese gesellschaftlich relevanten Erfordernisse ein, denn die Behandlung ist ein enormer Kostenfaktor für das Sozialsystem einer Gesellschaft. Bereits heute können alternative Eingabegeräte zur herkömmlichen PC-Maus eingesetzt werden.

Es bieten sich beispielsweise vertikal konstruierte PC-Mäuse* oder Tablets mit Zeichenstift an. Der regelmäßige Computernutzer kann sich auch Kurzbefehle statt Klicks einprägen und somit die Belastung von Sehnen und Muskeln in der Hand reduzieren.

Neue Steuerungsmöglichkeiten des Mauszeigers

Auch die "Roller Mouse" * kann dem Mausarm vorbeugen. Bei dieser Computermaus ist die Steuerung des Mauszeigers in einen Rollstab integriert. Dieser Stab ist eine Walze, die auf einer Stange lagert. Der Rollstab ist leichtgängig und lässt sich mit einer oder zwei Händen steuern.

Man bewegt den Mauszeiger nach links oder rechts, indem man den Stab seitlich verschiebt oder ihn nach oben bzw. unten dreht. Die Steuerung erfolgt also lediglich durch die Finger und nicht durch den ganzen Arm, wie es bei der Maus erforderlich ist.

Der Rollstab nimmt die Bewegung durch einen optischen Sensor auf. Kommt man ans seitliche Ende des Stabes, wird der Sensor ausgelöst. Der Mauszeiger verschiebt sich automatisch weiter. Die moderne Hightech-Entwicklung lässt sich intuitiv bedienen und kann von jedem in kürzester Zeit praktiziert werden.

Da diese Variante relativ teuer ist, könnte eine ergonomische Computermaus* mit einem gepolsterten Mauspad eine Alternative sein. So eine ergonomische Maus wird schon im Bereich von etwa 10 - 20 Euro im Handel angeboten.

Mausarm Therapie - letzter Ausweg Operation

Schwere chronische Schmerzen durch einseitige Belastung bekommt man mit Physiotherapie in den Griff. Sind infolge der starken Schmerzen bereits Depressionen aufgetreten, sollte auch eine Psychotherapie in Erwägung gezogen werden.

Sind die Schmerzen nicht mehr auszuhalten, ist eventuell eine Operation notwendig. Die sollte nur das letzte Mittel der Wahl sein, da die Muskulatur nach dem Eingriff noch mehr geschwächt ist. Nimmt der Erkrankte nach der Heilung wieder die üblichen Tätigkeiten auf, kann es bald wieder zu den gleichen Beschwerden kommen.

So können Sie der Entstehung eines Mausarms vorbeugen

Um einem Mausarm vorbeugen zu können, ist es unumgänglich, eine dauerhafte Überbelastung des Unterarms zu vermeiden. Während dies im Zuge der sportlichen Aktivitäten leicht umzusetzen ist, kann eine gewisse konstante Beanspruchung der Muskulatur des Unterarms im Zuge von beruflichen Tätigkeiten oft nicht verhindert werden.

Vor allem bei Menschen, die beruflich viel am PC arbeiten müssen, sind gewisse Bewegungen, die den Unterarm chronisch belasten, Teil des Alltags. Berufsgruppen wie Programmierer, Sachbearbeiter und Bürokräfte sind besonders oft von dieser schmerzhaften Störung betroffen.

Ein paar im Folgenden genannte Änderungen im Arbeitsumfeld und -alltag reichen jedoch oft schon aus, der Entstehung eines Mausarms (RSI-Syndrom) effizient vorzubeugen.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz

Man kann es nicht oft genug erwähnen: Den zuverlässigsten Schutz vor einem Mausarm bietet ein Arbeitsplatz, der einer ungünstigen Haltung der Hände von vorneherein entgegenwirkt.

Die Arbeit mit Computermaus und Tastatur bedingt Bewegungsmuster, die, ohne dass man es bemerkt, eine die Entstehung eines Mausarms fördernde Fehlhaltung bewirken. Oberstes Gebot ist daher, eine Position zu finden, die eine natürliche Stellung beim Tippen und der Mausbedienung zulässt.

Eine entspannte, unverkrampfte Haltung wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die Handballen auf Polster gestützt werden. Auch eine Handauflage*, die vor die Tastatur geschoben wird, kann das Risiko einer Fehlstellung minimieren. Manche Betroffene haben auch gut Erfahrungen mit Ellenbogenbandagen und Handgelenkbandagen gemacht. Diese Hilfsmittel* stabilisieren Arm bzw. Hand und können helfen den Schmerz zu vermindern.

In vielen Fällen kann schon eine Überprüfung der Sitzposition und gegebenenfalls eine Korrektur dieser einen zuverlässigen Schutz vor einem Mausarm bieten. Die Sitzposition sollte so oft wie möglich verändert werden, um eine dauerhaft einseitige Körperbelastung zu vermeiden. Oft reicht schon eine Verstellung der Sitzhöhe oder der Schreibtischhöhe aus, um eine ergonomische Position zu erreichen und damit einem Mausarm vorbeugen zu können.

Grundsätzlich gilt, dass der Unterarm immer bequem auf dem Schreibtisch aufliegen und genügend freier Arbeitsplatz auf dem Schreibtisch vorhanden sein sollte. Wenig Platz begünstigt immer eine unnatürliche, verkrampfte Haltung. Die Grafik oberhalb zeigt eine ergonomische Sitzposition - und auch wie es nicht sein sollte.

Empfehlenswert ist auch ein ergonomischer Schreibtischstuhl*, idealerweise mit Armlehnen. Auch der Schreibtisch spielt eine große Rolle, möchte man einem Mausarm gezielt vorbeugen. Neben der passenden Tischhöhe kann auch die Wahl des Materials der Arbeitsoberfläche entscheidend sein. Vor allem Tische mit Glas- oder Metalloberflächen, die eine nicht zu unterschätzende Kälte abgeben, können die Entwicklung eines Mausarms entscheidend fördern, da Kälte Entzündungen begünstigt.

Überlegenswert ist es sicherlich, einen höhenverstellbaren Schreibtisch* anzuschaffen. Denn so ein Schreibtisch ermöglicht auch das zwischenzeitliche Arbeiten im Stehen. Das wiederum führt insgesamt zu einer besseren Gesundheit.

Alternativen zur konventionellen Computeranwendung

Da die Bedienung herkömmlicher Tastaturen und Computermäuse die Entstehung eines Mausarms fördert, kann auf eine ergonomische, v-förmig gebogene Tastatur* zurückgegriffen werden. Auch ergonomische Mäuse* sind heutzutage im Handel erhältlich.

Um Hände und Oberarme dauerhaft zu entlasten, bieten sich spezielle Programme an, die die Eingabe am Computer durch Spracherkennung ermöglichen. Inwzischen sind Programme zur Sprachsteuerung und Texterfassung* schon sehr weit entwickelt.

Alternative Eingabegeräte und Kurzbefehle

Wer dem Mausarm vorbeugen möchte, sollte die große Zahl der Klicks soweit es geht reduzieren. Die technische Entwicklung geht immer stärker auf diese gesellschaftlich relevanten Erfordernisse ein, denn die Behandlung ist ein enormer Kostenfaktor für das Sozialsystem einer Gesellschaft.

Bereits heute können alternative Eingabegeräte zur herkömmlichen PC-Maus eingesetzt werden. Es bieten sich beispielsweise vertikal konstruierte PC-Mäuse* oder Tablets mit Zeichenstift an. Der regelmäßige Computernutzer kann sich auch Kurzbefehle statt Klicks einprägen und somit die Belastung von Sehnen und Muskeln in der Hand reduzieren.

Grafiktabletts* haben sich zur Vorbeugung eines Mausarms erfolgreich bewährt. Im Unterschied
Mausarm - © MP2 - Fotolia.com
zur Anwendung einer Computermaus, die die Muskulatur der ganzen Hand sowie Ellbogen und Handgelenk beansprucht, bieten Grafiktabletts den Vorteil, das der bei der Bedienung benützte Stylus nur die Bewegung der Zeigefingermuskeln erfordert.

Somit ist die Arbeit mit diesem Stift für Hand und Unterarm wesentlich schonender und bietet einen effizienten Schutz vor einem Mausarm.

Regelmäßig Pausen einlegen

Schonung ist im Falle eines Mausarm-Risikos oberstes Gebot. Regelmäßige Arbeitsunterbrechungen sind äußerst wichtig und können die Entstehung eines Mausarms verhindern. Besser als eine lange sind regelmäßige kurze Pausen.

Sie bewirken eine häufige Veränderung der Position des Armes und der Hände und können so einem Mausarm vorbeugen. Indem während der Arbeitsunterbrechungen andere Tätigkeiten ausgeführt werden, die der einseitigen Belastung während der Arbeit entgegenwirken, entkrampft sich die Muskulatur regelmäßig, was einen zuverlässigen Schutz vor einem Mausarm gewährleistet.

Dehnungsübungen in den Arbeitsalltag integrieren

Viele Übungen, die die Muskulatur des Unterarms entspannen und stärken, können problemlos im Büro, einige sogar während der Arbeit durchgeführt werden. Häufige, kurze Pausen können dazu genutzt werden, effiziente Dehnübungen der Arme und Hände durchzuführen.

Eine einfache Möglichkeit, das Risiko eines Mausarms zu minimieren, ist folgende Mausarm Dehnungsübung: Dabei werden die Hände zu Fäusten geballt und die Finger danach langsam wieder auseinander gezogen und gestreckt.

Die Übung sollte täglich mehrfach angewendet werden. Auch das regelmäßige Ausstrecken der Arme im Zuge von kurzen Arbeitsunterbrechungen ist äußerst wirkungsvoll.

Diese wenigen, leicht umsetzbaren Änderungen des Arbeitsalltags können das Risiko, an den durch einen Mausarm bedingten chronischen Schmerzen leiden zu müssen, signifikant senken.

Wichtiger Hinweis: Der Inhalt dieser Webseite basiert ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen und Recherchen. Die Autoren sind medizinische Laien. Deshalb sollten Sie die Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwenden.

Der Mausarm ist eine Krankheit, die fachlicher Behandlung bedarf. Die Infos können deshalb einen Arztbesuch nicht ersetzen. Bei Unklarheiten und zu weiteren Informationen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt oder andere fachlich qualifizierte Personen befragen.

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